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Abschied von Saliha
Rubrik Fälle | Veröffentlicht am 03.04.2013 | Administration



Aus Respekt vor unserer Saliha wollen wir ihr von Leid gezeichnetes Gesicht nicht mehr veröffentlichen. Wir zeigen stattdessen nur diesen Ausschnitt und bitten um Euer Verständnis.


Viele werden sich an Saliha aus Algerienerinnern. Eine Witwe mit vier Kindern, in deren Gesicht sich Tumorgewebe immer weiter ausbreitete und ihr große gesundheitliche Probleme bereitete. In Deutschland würde man einen solchen Tumor bereits operativ entfernen, wenn er gerade einmalerbsengroß ist, in Algerien ist das Gesundheitssystem derzeit nicht in der Lage, Menschen wie Salihazu behandeln und ihnen dadurch viel Leid zu ersparen. Und Salihas Leid war groß ...

Ihr entstelltes Äußeres war natürlich eine Belastung für sie, dazu kamen aber noch permanent quälende Schmerzen, die sie nicht einmal mehr schlafen ließen. Das große Gewicht des Tumors konnte ihr geschwächter Körper kaum noch tragen. Durch die Ausdehnung des Gewebes platzte ihre Haut auf und es bildeten sich große, offene Wunden. Da das Tumorgewebe auch den Bereich der Augen erfasst hatte, befürchtete Saliha, zu erblinden. Durch den wachsenden Druck im Bereich Nase, Rachen und Kieferkonnte sie kaum noch Nahrung zu sich nehmen und das Atmen fiel ihr immer schwerer, so dass der Tumor ohne Operation bereits lebensbedrohlich war.

All dies und natürlich auch die Sorge um ihre Kinder lasteten schwer auf Saliha, zu schwer.Sie hatte kaum noch Kraft und Lebensmut, als ein Hilferuf des Vereins Arrahma aus Algerien auch Tuisa e.V. erreichte. Den Mitgliedern von Tuisawar schnell klar, dass Saliha und ihre Kinder dringend Hilfe brauchten, also starteten sie das „Projekt Saliha“. Tuisa-Mitglieder, die Saliha persönlich getroffen haben, waren erschüttert, aber auch beeindruckt von der Frau, die so viel ertragen musste. Sie hat sich so sehr darüber gefreut, dass Fremde aus einem anderen Land ihr helfen wollten. Sie fasste wieder Mut, obwohl es gar nicht so einfach war, die Operation zu organisieren.

Als man schließlich Klinik und Ärzte gefunden hatte, musste die Finanzierung gesichert werden. Ohne die Unterstützungvieler großzügiger Spender wäre das nicht möglich gewesen, deshalb möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal ganz ausdrücklich sowohl für die Geldspenden als auch für die vielen herzlichen Worte und die Gebete bedanken, von denen Saliha erfahren hat und die ihr wieder Hoffnung gaben.Unser Dank gilt auch dem marokkanischen Ärzteteam, das in einer mehrstündigen Operation ca. 4 kg an Tumorgewebe entfernt hat. Danach fühlte sich Saliha im doppelten Sinn „erleichtert“, sie war sehr glücklich und sie sprach immer wieder von den „netten Menschen in Deutschland“, die ihr neuen Lebensmutgeschenkt hatten. Sie hat sich so darüber gefreut, dass sie die Leute von Tuisa, die sie kennengelernt hat und alle, die zum Tuisa e.V. gehören und jeden, der für sie gespendet hat, als Teil ihrer Familie betrachtete.

Da kamen Leute aus Deutschland und sahen den Menschen hinter ihrem vom Tumor gezeichneten Gesicht, statt entsetzt wegzuschauen oder sie anzustarren. Sie fragten sie, was sie für sie tun können. Das Schönste aber war, dass sie endlich wieder Hoffnung bekam. Sie hatte nicht mehr daran geglaubt, die so sehr ersehnte Operation ermöglicht zu bekommen. Sie wusste nicht mehr weiter, die Last war zu groß - und dann kamen Fremde, die erst zu Freunden und schließlich zu ihrer Familie wurden und ihr Leben und das ihrer Kinder veränderten. Da gab es Menschen, die sie gar nicht kannten, die wollten ihr helfen, die beteten für sie und dachten an sie und ihre Kinder und waren traurig über ihr Schicksal! So gestärkt ging Saliha ins Krankenhaus, wo eine lange, schwierige Operation ihr eine neue Chance gab. Sie fühlte sich nach der Operation im Februar 2012 viel besser.

Nach langer Zeit erlebte Saliha endlich wieder eine schöne Zeitgemeinsam mit ihren Kindern. Sie hatte wieder mehr Energie und Lebensfreude. Ihre Erleichterung war so groß, dass sie nicht aufhören konnte, von ihrer Familie in Deutschland zu sprechen, also von uns! Und genauso wie sie uns nie vergessen hat, haben wir sie nie vergessen. Wir wollten die gute Nachricht mit Euch teilen, Saliha wollte sich selbst per Video bei uns vorstellen und sich bedanken. Es waren auch noch weitere Operationen geplant, doch dann verstarb Saliha im September unerwartet an Folgen der Krankheit. Damit hatte niemand gerechnet. Wir mussten selbst erst einmal versuchen, das zu begreifen.

Jetzt sind wir soweit, Euch sowohl vom Erfolg des Spenden-Projekts und vom Erfolg der Operation zu berichten,als auch von der unerwarteten und traurigen Wende, die Salihas neues, glücklicheres Leben nach sieben schönen Monaten beendet hat.

Wir werden sie und ihr Schicksal nicht vergessen und Tuisa e.V. wird ihre Kinder weiterhin unterstützen. Danke liebe Saliha, dass wir Dir helfen durften, möge Allah Dir ewigen Frieden schenken!

Vielleicht können wir nicht jedem Menschen helfen!
Aber: Jeder Mensch kann jemandem helfen - Auch Du!

Ich will erfahren, wie ich helfen kann!

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Wer einen Menschen rettet, der rettet die gesamte Menschheit. Unser Leitgedanke. Vom ersten Tag.
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